Ambulante Pflege

Die ambulante medizinische Betreuung und Versorgung weiter Teile vor allem der Landbevölkerung wurde bis in die zweite Hälfte des vergangenen Jahrhunderts von den Schwesternstationen im Zusammenwirken mit den Hausärzten vorgenommen. Die Klöster, z. B. Siessen, Untermarchtal, Reute, Bonlanden, hatten in den Pfarreien Oberschwabens und dem Allgäu über hundert Jahre ihre Krankenschwestern in den Schwesternstationen eingesetzt.

Durch den akuten Schwesternmangel mussten in den Jahren 1960 bis 1980 immer mehr Krankenstationen aufgegeben werden. Diese Entwicklung führte dazu, dass das Land Baden- Württemberg 1977 Richtlinien für die Errichtung von Sozialstationen herausgab.

Auch im Raum Isny sollte so eine Sozialstation entstehen, sodass das Pfarramt St. Maria  im Oktober 1979 mit Rundschreiben an alle Pfarrämter im Bereich Isny-Argenbühl zu einer Versammlung im November 1979 ins Gemeindehaus St. Michael eingeladen hat. Einziger Tagesordnungspunkt: Errichtung einer Sozialstation.

Auf gemeinsamen Beschluss aller Pfarreien konnte die Sozialstation Isny-Argenbühl zum 01. Januare 1981 ihre Arbeit aufnehmen. Zuvor waren noch Verhandlungen mit der Evangelischen Kirchengemeinde und den beiden Gemeinden Isny und Argenbühl erforderlich, die als Kooperationspartner mit ins Boot geholt wurden.

Im Laufe der Zeit schlossen sich die Kooperationspartner mit anderen Anbietern ambulanter Pflege zusammen, sodass die Katholische Gesamtkirchengemeinde Isny alleiniger Träger der Sozialstation wurde.