29.06.2023
Das AHZ hat einen Brunnen gebohrt, mit dem zukünftig zwei 50 KW Wärmepumpen betrieben werden.
Unter der Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinde Isny sieht sich das Haus St. Elisabeth besonders in der Schöpfungsverantwortung.
Leider ist die Altenhilfe sehr betriebswirtschaftlichen Zwängen unterworfen, um so erfreulicher ist es, wenn sich positive Effekte für die Umwelt und Nachhaltigkeit damit verbinden lassen. Nirgends wird dies derzeit deutlicher wie im Bereich der Energieversorgung. Investitionen in Energieeffizenz spart direkt Kosten.
Schon beim Neubau im Park wurde eine 45 KW-Photovolltarikanlage installiert zusammen mit einem 40KW Batteriespeicher, es wurde ein 100 KW Pelletsheizung eingebaut, ganz davon zu schweigen, dass das Gebäude zum Teil als Holzständer erreichtet wurde. Komplett mit Holzschindeln verkleidet erfüllt das Gebäude den Standard KfW 40 Plus.
Nun ist das AHZ noch einen Schritt weiter gegangen und hat einen Brunnen gebohrt, mit dessen Wasser zukünftig zwei 50 KW Wärmepumpen betrieben werden. Die Investitionen waren nicht ganz ohne Risiko, da erst nach der Bohrung klar war, dass die nötige Wassermenge gefördert werden kann. Jetzt ist auch sicher, dass der sogenannte Schluckbrunnen die rund sieben Liter je Sekunde aufnehmen kann, die zum Betrieb der Wärmepumpen notwendig sind. Denn es ist wichtig, dass die entnommene Menge Grundwasser in einem geschlossenen Kreislauf in vollem Umfang wieder dem Grundwasser zugeführt werden.
Nach Fertigstellung der Anlage werden mit dem eigen erzeugten Strom aus der PV-Anlage aus einer KWh Strom 5 KWh Wärme erzeugt. Damit dies gelingt, werden die PV-Kapazitäten am Haus St. Elisabeth weiter ausgebaut.
Wichtig ist dem AHZ, dass der Einsatz er Wärmepumpen nicht isoliert betrachtet wird, deshalb wurde die Firma TGA-Konzept aus Isny mit der Planung und Koordination der Maßnahmen beauftragt. Dazu gehört eine Modernisierung der gesamten Heizungssteuerung. Auch wird der Fuhrpark schrittweise auf Elektromobilität umgestellt.
Durch diese Maßnahmen wird das Haus St. Elisabeth nicht nur deutlich weniger CO2 ausstoßen, sondern unabhängiger und kostengünstiger in der Energieversorgung sein.